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Projekte 2020

Tschad: 200.000 Kinder gegen Masern Geimpft

Seit mehr als einem Jahr hält in weiten Teilen des Tschad eine Masern-Epidemie an. Um eine Ausbreitung zu verhindern, müssen 95 Prozent der Kinder geimpft sein – im Tschad sind es jedoch nur 37 Prozent der unter Fünfjährigen. Besonders in Kombination mit Mangelernährung können Masern lebensbedrohlich sein. Ein Notfallteam von ÄRZTE OHNE GRENZEN behandelte Masern-Erkrankte in der Region Am Timan. Zudem startete die Organisation gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium des Tschad mehrere groß angelegte Impfkampagnen. Dabei wurden mehr als 200.000 Kinder gegen Masern geimpft, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Mit 3.000 € kann ÄRZTE OHNE GRENZEN den Impfstoff kaufen, um 12.000 Kinder gegen Masern zu immunisieren. Mit 5.000 € oder 10.000 € sind es 20.000 bzw. 40.000 Kinder.

Tschad: Impfkampagne von ÄRZTE OHNE GRENZEN in der Region Am Timan. Die vierjährige Achta erhält die erste Masern-Impfung ihres Lebens. Insgesamt schützten die Teams von ÄRZTE OHNE GRENZEN mehr als 200.000 Kinder.

Tschad: Der Arzt Ollivier Allarasemm von ÄRZTE OHNE GRENZEN behandelt ein siebenjähriges Mädchen, das an Masern erkrankt ist. Insbesondere für Kinder, die mangelernährt sind, können Masern lebensbedrohlich werden.

Südsudan: Hilfe für Menschen auf der Flucht

Knapp zwei Millionen Menschen leben im Südsudan auf der Flucht. Kämpfe und Gewalt zwangen sie dazu, ihre Häuser zu verlassen. Kürzlich kam es zu verheerenden Überschwemmungen durch anhaltende Regenfälle. ÄRZTE OHNE GRENZEN leistet landesweit umfassende Nothilfe und bringt vielerorts medizinische Versorgung dorthin, wo es sonst keine gäbe. Die Teams versorgen u.a. mangelernährte Kinder, behandeln Malaria-Patient*innen, begleiten Geburten und bekämpfen Epidemien. Jährlich leistet ÄRZTE OHNE GRENZEN im Südsudan mehr als eine Million medizinische Konsultationen.

Mit 5.500 € kann ÄRZTE OHNE GRENZEN zum Beispiel 550 Frauen helfen, ihre Kinder sicher zur Welt zu bringen – mit dem nötigen sterilen Material. Mit 3.000 € oder 11.000 € sind es 300 bzw. 1.100 Frauen.

Südsudan: Die Ärztin Katharina von Goldacker untersucht ihre Patientin Nyajuok Thot Tap, die im achten Monat schwanger ist. ÄRZTE OHNE GRENZEN ist eine der wenigen Organisationen, die in der Region um Lankien Hilfe leistet.

Südsudan: Ein Moment der Freude inmitten von Ver-treibung und Gewalt. Die Krankenschwester Bárbara García von ÄRZTE OHNE GRENZEN spielt mit einem Hand-schuh-Luftballon mit ihrer Patientin Nyamach.

Schlangenbisse: Im Einsatz gegen eine vergesse Krankheit

Vergiftungen durch Schlangenbisse sind eine kaum bekannte Gesundheitskrise. Dabei werden jedes Jahr weltweit rund 2,7 Millionen Menschen von Giftschlangen gebissen. 100.000 Bissopfer sterben, viele weitere tragen lebenslange Behinderungen und Entstellungen davon. ÄRZTE OHNE GRENZEN ist einer der wenigen Akteure, der hilft: Die Teams behandeln jährlich mehrere Tausend Patient*innen, erproben Gegen-gifte und kartieren Schlangenbiss-Hotspots. Zudem steht ÄRZTE OHNE GRENZEN der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und den nationalen Regierungen beratend zur Seite, damit Bissopfer überall auf der Welt endlich Zugang zu kostenloser wirksamer Hilfe haben.

Mit 5.000 € kann ÄRZTE OHNE GRENZEN zum Beispiel sieben Menschen, die von einer Giftschlange gebissen wurden, mit Gegengiften behandeln. Mit 3.500 € oder 10.000 € sind es fünf bzw. 14 Menschen.

Südsudan: Nyajinma schlief, als eine Schlange sie biss. Ihre Mutter lief mit ihr eineinhalb Stunden lang ins nächste Gesundheitszentrum – doch die nötige Therapie war nicht verfügbar. Sie wurde an ÄRZTE OHNE GRENZEN überwiesen. Hier erhielt sie schließlich das lebensrettende Gegengift.

Südsudan: Saisonarbeiter arbeiten oft barfuß in den Feldern und sind damit besonders durch Schlangenbisse gefährdet. Doch die lebensrettende Therapie mit Gegengiften ist teuer und für sie kaum bezahlbar.