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Projekte 2019

Jemen: Mehr als 90.000 Kriegsverletzte versorgt

Jemen: Mehr als 90.000 Kriegsverletzte versorgt

Der fünfzehnjährige Waddah wird auf der Isolierstation im Krankenhaus von ÄRZTE OHNE GRENZEN in Aden behandelt. Seine Wunde ist mit resistenten Keimen infiziert.

Viele Menschen im Jemen sind täglich der Gewalt des Krieges ausgesetzt. Mehr als die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen des Landes sind geschlossen, da sie zerstört wurden oder es an medizinischem Personal oder Medikamenten fehlt. ÄRZTE OHNE GRENZEN ist eine der wenigen medizinischen Organisationen vor Ort und hilft auf beiden Seiten des Bürgerkrieges. Seit Beginn der Kämpfe im März 2015 bis Oktober 2018 hat ÄRZTE OHNE GRENZEN mehr als 90.000 Kriegs- und Gewaltverletzte behandelt. Die Organisation arbeitet insgesamt in zwölf Krankenhäusern und Gesundheitszentren. Zusätzlich unterstützt sie 20 weitere Einrichtungen mit Material und fachlicher Beratung. ÄRZTE OHNE GRENZEN leistet diese Hilfe mit 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Mit 5.000 € kann ÄRZTE OHNE GRENZEN chirurgische Instrumente, Verbandsmaterial und Medikamente für 135 Notfallpatienten zusammenstellen. Mit 3.000 € oder 10.000 € sind es 80 bzw. 275 Notfallpatienten.

Nachdem der Bluttest dieses schwer kranken Mannes positiv war, verlegen ihn die Mitarbeiter von ÄRZTE OHNE GRENZEN in ein spezielles Ebola-Behandlungszentrum.

Im August 2018 wird in der Demokratischen Republik Kongo ein Ebola-Ausbruch bekannt gegeben. Es ist der zehnte und zugleich schwerste Ausbruch im Land seit Entdeckung des Virus im Jahr 1976. Die Epidemie ist schwer zu kontrollieren, da in den betroffenen Provinzen Nord-Kivu und Ituri gekämpft wird. Allein in den ersten viereinhalb Monaten erkranken nach Angaben des kongolesischen Gesundheitsministeriums 483 Menschen, 265 von ihnen sterben an Ebola. ÄRZTE OHNE GRENZEN unterstützt die Eindämmung der Epidemie auf vielen Ebenen: Die Teams kümmern sich insbesondere um die Isolierung und Behandlung von Patienten, sie unterstützen Impf-Aktionen und übernehmen Präventions- und Sensibilisierungsaufgaben. Zudem informiert ÄRZTE OHNE GRENZEN wichtige Entscheider in den Gemeinden über den Einsatz gegen Ebola. Mit ihrer Unterstützung können die Teams die Erkrankten und ihre Angehörigen besser erreichen.

Mit 5.000 € kann ÄRZTE OHNE GRENZEN zum Beispiel fünf 45 Quadratmeter große Zelte finanzieren, in denen Ebola-Patienten isoliert und behandelt werden. Mit 3.000 € oder 10.000 € sind es drei bzw. zehn Klinikzelte.